Flugplätze


FlugplatzModellfluggelände und Modellflugplätze sind das Herz jedes Modellflugvereins. Diese Sportanlagen erlauben den korrekten und sicheren, geordneten und umweltverträglichen Betrieb des Modellflugsportes. Grundsätzlich und zum Wohle aller darf in der Schweiz der Modellflug ohne nenenswerte Einschränkungen ab jedem Grund und Boden, vorteilhafterweise ab organisierten Modellflugplätzen betrieben werden. Die "Verordnung über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien" regelt praxisnah und seit Jahren bestens bewährt im Abschnitt 7 mit den folgenden Ziffern den Modellflug in der Schweiz. Das Reglement des SMV dazu findet sich hier.

 

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, gestützt auf Artikel 57 des Luftfahrtgesetzes vom 21. Dezember 1948 (LFG) und die Artikel 2a, 21, 24 und 125 Absatz 2 der Luftfahrtverordnung vom 14. November 1973 (LFV) verordnet: datiert vom 24. November 1994 (Stand vom 1. Dezember 2009)

 

Verordnung über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien, VLK

Einschränkungen für Modelluftfahrzeuge Art. 17.1

1. Wer ein Modellluftfahrzeug mit einem Gewicht bis 30 kg betreibt, muss stets direkten Augenkontakt zum
    Luftfahrzeug halten.
 
2. Der Betrieb von Modelluftfahrzeugen mit einem Gewicht zwischen 0,5 und 30 kg ist untersagt:
a. in einem Abstand von weniger als 5 km von den Pisten eines zivilen oder militärischen Flugplatzes;
b. in Kontrollzonen (CTR), sofern dabei eine Höhe von 150 m über Grund überstiegen wird.

Ausnahmen von den Einschränkungen Art. 18.2

1. Es können Ausnahmen von den folgenden Einschränkungen bewilligt werden:
a. von den Einschränkungen nach den Artikeln 15 Buchstabe b, 16 Buchstabe b und 17 Absatz 2:
    von der Flugverkehrsleitstelle oder dem Flugplatzleiter;
b. von den Einschränkungen nach den Artikeln 15 Buchstabe a, 16 Buchstabe a und 17 Absatz 1: vom BAZL
 
2. Solche Ausnahmen dürfen nur bewilligt werden, wenn die übrigen Benützerinnen und Benützer des Luftraums sowie
    Dritte am Boden nicht gefährdet werden.

Kantonale Vorschriften Art. 19

3. Die Bewilligung kann mit Auflagen verbunden werden.
 
Die Kantone können für unbemannte Luftfahrzeuge mit einem Gewicht von weniger als 30 kg Vorschriften zur Verminderung der Umweltbelastung und der Gefährdung von Personen und Sachen auf der Erde erlassen (Art. 51 Abs. 3 LFG).

Haftpflichtversicherung Art. 20

1. Die Haftpflichtansprüche von Dritten auf der Erde sind vom Halter oder von der Halterin durch eine
    Haftpflichtversicherung mit einer Garantiesumme von mindestens 1 Million Franken sicherzustellen.
 
2. Die Sicherstellung der Haftpflichtansprüche ist nicht erforderlich für:
a. Drachen und Drachenfallschirme mit einem Gewicht von weniger als 1,0 kg und einer Steighöhe von weniger als 60 m;
b. Fesselballone mit einer Nutzlast von weniger als 0,5 kg, einem Inhalt von weniger als 30 m3 und einer Steighöhe
    von weniger als 60 m;
c. Freiballone mit einer Nutzlast von weniger als 0,5 kg und einem Inhalt von weniger als 30 m3;
d. Modelluftfahrzeuge mit einem Gewicht von weniger als 0,5 kg.
 
3. Der Haftpflichtversicherungsnachweis ist beim Betrieb mitzuführen.